Der Begriff polnische Literatur umfasst ca. 1000 Jahre Schrifttum. Bereits im 12. Jahrhundert entstanden die ersten lateinischen Chroniken des polnischen Mittelalters, ferner Heiligenviten, anonyme Gedichte und Lieder, welche aber selten niedergeschrieben wurden.

Als Vater der polnischen Literatur gilt der Dichter und Erzähler Mikołaj Rej, der im 16. Jahrhundert lebte und der erste war, der seine Texte auf Polnisch verfasste. Mit seinen Worten A niechaj narodowie wżdy postronni znają, iż Polacy nie gęsi, iż swój język mają (auf Deutsch ungefähr: Mögen die Nationen der Welt wissen, dass Polen keine Gänse sind, dass sie ihre eigene Sprache haben) wollte er einerseits das Interesse der Polen an der eigenen Sprache wecken, andererseits zeigen, dass man in Polen nicht auf Latein zu schreiben braucht. Bis dahin war fast ausschließlich Latein als amtliche Schriftsprache in Gebrauch.

Quelle: Wikipedia

Polnische Literatur

Olga Tokarczuk: Jakobsbücher Olga Tokarczuk: Jakobsbücher Olga Tokarczuk gewinnt mit "Jakobsbücher" den Preis für das beste polnische Buch der letzten 25 Jahre Kampa Verlag
Buchpreis

Olga Tokarczuk gewinnt mit "Jakobsbücher" den Preis für das beste polnische Buch der letzten 25 Jahre

Die Wahl von Olga Tokarczuks "Jakobsbücher" zum besten polnischen Buch der letzten 25 Jahre durch die "Gazeta Wyborcza" ist ein großes literarisches Ereignis in Polen. Diese Entscheidung unterstreicht nicht nur den Stellenwert der Nobelpreisträgerin, sondern zeigt auch eine Verlagerung des polnischen Literaturkanons hin zu politisch und historisch engagierten Werken.
Kälte Kälte Faszinierendes Porträt eines Mannes, der zwischen verschiedenen Identitäten und Sprachen navigiert... Rowohlt
Buchvorstellung

„Kälte“ von Szczepan Twardoch

Szczepan Twardochs neuer Roman „Kälte“, erschienen bei Rowohlt 2024 - aus dem Polnischem von Olaf Kühl, erzählt die Geschichte von Konrad Widuch, einem Mann aus dem niederschlesischen Dorf Pilchowice. Konrad verließ seine Heimat im Alter von 14 Jahren, um zunächst im Kohlebergbau im Ruhrgebiet zu arbeiten und später der preußischen Marine während des Ersten Weltkriegs beizutreten. Anschließend schloss er sich den Bolschewiken an. Im Jahr 1946, nun in seinen Fünfzigern, ist Konrad auf einem ...

Du schreibst und würdest deine Texte gerne teilen?

cms.lkorv